Freitagsgedanken: Tawakkul – Vertrauen in Zeiten der Erschwernis

Es gibt Phasen im Leben eines jeden von uns, in denen wir uns schmerzlich unserer eigenen Begrenztheit bewusst werden. Phasen, in denen wir die Grenzen unseres eigenen Wirkens deutlich und unverrückbar vor Augen geführt bekommen.
In einer Gesellschaft, in der Wachstum, Fortschritt, Optimierung und vermeintliche Perfektion als zentrale Richtlinien gelten, verkennen wir nicht selten, dass das Leben keine mathematische Gleichung ist, deren Berechnung am Ende stets aufgeht.
Nicht immer führen unsere Bemühungen – mögen sie auch noch so aufrichtig sein – zu dem Ergebnis, welches wir uns erhoffen oder welches wir erwarten.
Diese Erkenntnis kann zuweilen schwer sein, ist man es doch gewohnt durch hohen Einsatz auch ein gutes Outcome zu erzielen.
Noch herausfordernder wird es dann, wenn wir an Punkte in unserem Leben kommen, an denen wir uns eingestehen müssen, dass die Wege, die wir eingeschlagen hatten und auf denen wir uns so sicher wähnten, nicht ans angedachte Ziel führen.
Unsere Pläne, unsere Hoffnungen, unser Krafteinsatz und unsere Anstrengung, die uns zuvor noch haben kraftvoll und zielsicher voranschreiten lassen, versickern plötzlich auf dem trockenen Feld der Verunsicherung.



