Rosch ha-Schana 2026

Heute Abend beginnt das neue jüdische Jahr 5787 und das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana.
Wir wünschen allen Jüdinnen und Juden ein gutes und gesegnetes Jahr! Schana towa u-meworechet!

Heute Abend beginnt das neue jüdische Jahr 5787 und das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana.
Wir wünschen allen Jüdinnen und Juden ein gutes und gesegnetes Jahr! Schana towa u-meworechet!

Es gibt Phasen im Leben eines jeden von uns, in denen wir uns schmerzlich unserer eigenen Begrenztheit bewusst werden. Phasen, in denen wir die Grenzen unseres eigenen Wirkens deutlich und unverrückbar vor Augen geführt bekommen.
In einer Gesellschaft, in der Wachstum, Fortschritt, Optimierung und vermeintliche Perfektion als zentrale Richtlinien gelten, verkennen wir nicht selten, dass das Leben keine mathematische Gleichung ist, deren Berechnung am Ende stets aufgeht.
Nicht immer führen unsere Bemühungen – mögen sie auch noch so aufrichtig sein – zu dem Ergebnis, welches wir uns erhoffen oder welches wir erwarten.
Diese Erkenntnis kann zuweilen schwer sein, ist man es doch gewohnt durch hohen Einsatz auch ein gutes Outcome zu erzielen.
Noch herausfordernder wird es dann, wenn wir an Punkte in unserem Leben kommen, an denen wir uns eingestehen müssen, dass die Wege, die wir eingeschlagen hatten und auf denen wir uns so sicher wähnten, nicht ans angedachte Ziel führen.
Unsere Pläne, unsere Hoffnungen, unser Krafteinsatz und unsere Anstrengung, die uns zuvor noch haben kraftvoll und zielsicher voranschreiten lassen, versickern plötzlich auf dem trockenen Feld der Verunsicherung.

Der interreligiöse Gottesdienst der St. Pauli Kirche Hamburg zum CSD 2026 am 2. August stand unter dem Eindruck des fürchterlichen Anschlags auf den Berliner CSD, der wenige Tage zuvor stattgefunden hatte. Er sollte Raum bieten, innezuhalten – einen Raum für Reflexion, für Hoffnung und Begegnung. Gemeinsam wurde gefragt: Was nimmt der Angst die Macht? Und wie feiern wir das Leben – vielfältig, mutig und verbunden?
Als Vertreterin des Liberal-Islamischen Bundes nahm Odette Neitzel, seine Erste Vorsitzende, mit einem Redebeitrag teil:

Der interreligiöse Gottesdienst der St. Pauli Kirche Hamburg zum CSD 2026 am 2. August stand unter dem Eindruck des fürchterlichen Anschlags auf den Berliner CSD, der wenige Tage zuvor stattgefunden hatte. Er sollte Raum bieten, innezuhalten – einen Raum für Reflexion, für Hoffnung und Begegnung. Gemeinsam wurde gefragt: Was nimmt der Angst die Macht? Und wie feiern wir das Leben – vielfältig, mutig und verbunden?
Als Vertreterin des Liberal-Islamischen Bundes nahm Odette Neitzel, seine Erste Vorsitzende, mit einem Redebeitrag teil: