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Pressemitteilung zum Streit über enteignete Grundstücke zwischen der jüdischen B’nai-B’rith-Loge und dem Hessischen Rundfunk

Der Hessische Rundfunk (hr) steht laut aktuellen Medienberichten im dringenden Verdacht, nach dem Zweiten Weltkrieg, in den 1950er Jahren, von der während der NS-Zeit durchgeführten Enteignung („Arisierung“) von Grundstückseigentum der jüdischen B’nai-B’rith-Loge unrechtmäßig profitiert zu haben, indem er eine deutlich zu geringe Entschädigung für ein Grundstück in bester Frankfurter Lage zahlte. Dies legen Dokumente nahe, die von dem Orden dem hr bereits 2024 vorgelegt wurden – darunter Recherchen einer auf Aufarbeitung von NS-Unternehmensgeschichte spezialisierten Historikerin – und die nun auch an die Presse weitergegeben wurden. Bereits in den 1950er Jahren lag dem hr ein Gutachten vor, das für die Grundstücke einen deutlich höheren Wert auswies (Näheres zum Sachverhalt: siehe z.B. hier und hier).

Der hr möchte sich nun drei Jahre Zeit nehmen, um seine Gründungszeit zu erforschen und um der Frage, ob er von der Enteignung profitierte, nachzugehen. Infolge der zögerlichen Reaktion des hr auf die Vorwürfe hat der Vorsitzende des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden in Hessen, Daniel Neumann, sein Mandat als Aufsichtsrat eines hr-Tochterunternehmens niedergelegt.

Der Liberal-Islamische Bund (LIB) kritisiert den Umgang des hr mit dem Sachverhalt mit Nachdruck. Hierzu erklärt Waqar Tariq, Jurist, Mitglied des LIB-Bundesvorstands und Koordinator der LIB-Gemeinde Frankfurt a.M.:

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Pressemitteilung zum Anschlag auf den Berliner CSD 2026

Wir sind entsetzt und in Trauer über den Terroranschlag auf den Berliner CSD, der offenbar islamistisch motiviert war und einen Menschen tötete sowie 29 Menschen verletzte.

Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern dieser verabscheuungswürdigen Tat.

Queerfeindlichkeit ist Menschenhass und ein wesentliches Element von extremistischen – in diesem Fall islamistischen – Ideologien, die die Vielfalt in Gottes Schöpfung ablehnen (vgl. Koran 30:22). Wir Muslim*innen stehen in einer besonderen Verantwortung, den ideologischen Nährboden solchen Menschenhasses trockenzulegen, der für die geistige Brandstiftung sorgt, die Voraussetzung derartiger Taten ist.

Lassen wir uns als Gesellschaft durch solche Taten nicht spalten. Hierauf zielen Extremist*innen nämlich ab – auch solche aus dem rechtspopulistischen Milieu, die selbst eine queerfeindliche Agenda verfolgen und die Tat mit Pauschalisierungen für Muslimfeindlichkeit instrumentalisieren.1

Die Trennlinie verläuft nicht zwischen Muslim*innen und Nicht-Muslim*innen, sondern zwischen denen, die für eine liberale und plurale Gesellschaft einstehen, und denen, die eine solche bekämpfen.

DER VORSTAND, 27.07.2026

1 Gegen eine pauschalisierende Unterstellung der Homophobie gegenüber Muslim*innen sei etwa darauf hingewiesen, dass eine deutliche Mehrheit von 70 Prozent der in Deutschland geborenen Muslim*innen sich für eine Erlaubnis der gleichgeschlechtlichen Ehe ausspricht: Gert Pickel, in: Bertelsmann Stiftung (Hg.), Religionsmonitor 2019 – Weltanschauliche Vielfalt und Demokratie: Wie sich religiöse Pluralität auf die politische Kultur auswirkt, 2019, S. 66.

Pressemitteilung zur Gründung der ersten deutschen islamisch-theologischen Fakultät an der Universität Münster

Wie die Universität Münster verkündete, wird sie als erste deutsche Hochschule eine islamisch-theologische Fakultät gründen, die aus dem bisherigen, bei ihr angesiedelten „Zentrum für Islamische Theologie“ (ZIT) hervorgeht. Gründungsdekan wird Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, bisheriger geschäftsführender Direktor des ZIT, werden.

Der Liberal-Islamische Bund begrüßt mit Nachdruck die Gründung der ersten islamisch-theologischen Fakultät Deutschlands durch die Universität Münster. Dies stellt einen historischen Meilenstein für die akademische Landschaft Deutschlands dar und ist als ein Ausdruck der Beheimatung des Islams im Allgemeinen sowie der islamischen Theologie im Besonderen in Deutschland zu sehen – eingedenk dessen, dass bereits seit Jahrhunderten etwa Fakultäten für christliche Theologien Teil der deutschen Hochschullandschaft sind.

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