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Internationaler Frauentag 2026

Heute ist der Internationale Frauentag. Noch immer sind Frauen nicht gleichberechtigt. Vielmehr nimmt Frauenhass weltweit zu und wird wieder salonfähig.

Frauenrechte bleiben ein zentrales Anliegen des Liberal-Islamischen Bundes und wir werden uns weiterhin mit Nachdruck für die volle Gleichberechtigung von Frauen nicht zuletzt in der muslimischen Community einsetzen, auch mit Blick auf religiöse Funktionen, wie etwa der Imamatsfunktion.

Ein Gott, dessen Wesensmerkmal Gerechtigkeit ist, diskriminiert nicht.

„Sag: Mein Herr hat befohlen, Gerechtigkeit zu üben (…).“ (Koran 7:29)

„Gott liebt die, die Gerechtigkeit üben.“ (Koran 49:9)

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unser theologisches Positionspapier „Frauen als Vorbeterinnen“: https://lib-ev.de/wp-content/uploads/Frauen-als-Vorbeterinnen.pdf

Iftar 2026 der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main ist die internationalste Stadt Deutschlands. In ihr leben Menschen aus etwa 180 Nationen und mit vielfältigen sonstigen Hintergründen zusammen. Zu dieser Vielfalt gehört auch muslimisches Leben.

Als Zeichen der Würdigung dieses muslimischen Anteils der Frankfurter Vielfalt luden Oberbürgermeister Mike Josef und Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg am 3. März zum jährlichen Iftar-Empfang der Stadt in die Mainarcaden ein, an dem auch die Frankfurter Gemeinde des Liberal-Islamischen Bundes teilnahm.

Sowohl Oberbürgermeister Josef als auch Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg betonten, dass die Vielfalt Frankfurts die Stärke dieser Stadt darstelle und dass die Frankfurter*innen sich nicht auseinanderdividieren lassen würden. Weder Muslimfeindlichkeit, noch Antisemitismus, noch jegliche sonstige Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit habe Platz in Frankfurt a.M.

An der Iftar-Veranstaltung nahmen neben Muslim*innen auch Vertreter*innen anderer Religionen, u.a. des Christentums, Judentums und des Bahaitums, und Nicht-Religiöse teil.

Weitere Eindrücke:

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Im Andenken an Rabeya Müller

Wir sind heute in unseren Gedanken bei Rabeya Müller – Mitgründerin des LIB, unsere Imamin und Freundin, die vor zwei Jahren zu ihrer Schöpferin zurückkehrte.

„Siehe, wir gehören Gott, und zu ihm kehren wir zurück.“ (Koran 2:156)

Rabeya Müller war eine Pionierin des liberalen, progressiven und feministischen Islams in Deutschland – und weltweit. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz kämpfte sie für ihre Überzeugungen, nicht zuletzt für die Gleichberechtigung von Frauen, die für sie ein Herzensthema war. Sei es in wissenschaftlicher und publizistischer Hinsicht oder im praktischen Alltag – Rabeya ging ihre Anliegen beherzt und empathisch an, auch wenn ihr viel Gegenwind entgegenschlug. Ihr Motto lautete:

„Scharia bedeutet: ‚der Weg zur Quelle‘. Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie.“

Mit theologischer Expertise trat sie u.a. ein für das Recht von Frauen, selbst zu bestimmen, wie sie sich kleiden, ihr Recht auf Gebetsleitung und ihr Recht, zu entscheiden, wen sie lieben und heiraten. So ermöglichte sie es z.B. über die Jahre unzähligen muslimischen Frauen, auch interreligiöse Ehen einzugehen, die sie mit großer Überzeugung persönlich schloss.

Wir bitten jede Person, deren Leben von Rabeya Müller unmittelbar oder mittelbar berührt wurde, für sie heute die Sure al-Fatiha zu rezitieren, ein Gebet zu sprechen und/oder ihrer in guter Verbundenheit zu gedenken.

Sie wird diesseitig in unseren Herzen weiterleben, und gehört jenseitig der Ewigkeit.

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