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Autor: LIB e.V.-Redaktion

Im Andenken an Rabeya Müller

Wir sind heute in unseren Gedanken bei Rabeya Müller – Mitgründerin des LIB, unsere Imamin und Freundin, die vor zwei Jahren zu ihrer Schöpferin zurückkehrte.

„Siehe, wir gehören Gott, und zu ihm kehren wir zurück.“ (Koran 2:156)

Rabeya Müller war eine Pionierin des liberalen, progressiven und feministischen Islams in Deutschland – und weltweit. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz kämpfte sie für ihre Überzeugungen, nicht zuletzt für die Gleichberechtigung von Frauen, die für sie ein Herzensthema war. Sei es in wissenschaftlicher und publizistischer Hinsicht oder im praktischen Alltag – Rabeya ging ihre Anliegen beherzt und empathisch an, auch wenn ihr viel Gegenwind entgegenschlug. Ihr Motto lautete:

„Scharia bedeutet: ‚der Weg zur Quelle‘. Wer mit dem Strom schwimmt, erreicht die Quelle nie.“

Mit theologischer Expertise trat sie u.a. ein für das Recht von Frauen, selbst zu bestimmen, wie sie sich kleiden, ihr Recht auf Gebetsleitung und ihr Recht, zu entscheiden, wen sie lieben und heiraten. So ermöglichte sie es z.B. über die Jahre unzähligen muslimischen Frauen, auch interreligiöse Ehen einzugehen, die sie mit großer Überzeugung persönlich schloss.

Wir bitten jede Person, deren Leben von Rabeya Müller unmittelbar oder mittelbar berührt wurde, für sie heute die Sure al-Fatiha zu rezitieren, ein Gebet zu sprechen und/oder ihrer in guter Verbundenheit zu gedenken.

Sie wird diesseitig in unseren Herzen weiterleben, und gehört jenseitig der Ewigkeit.

Ramadan-Grußwort 2026

Ramadan ist ein Monat der Besinnung. In diesem Jahr fällt sie vielen von uns nicht leicht. Die gesellschaftlichen Debatten sind angespannt, der Ton ist rauer geworden. Auch im persönlichen Umfeld spüren wir Verunsicherung und Zukunftssorgen.

Gleichzeitig erreichen uns täglich Bilder von Gewalt und Leid aus verschiedenen Teilen der Welt – oft verbunden mit dem Namen unserer Religion. Das beschäftigt uns. Es fordert uns heraus – politisch wie spirituell.

Gerade deshalb kann Ramadan für uns mehr sein als eine Zeit des Verzichts. Fasten bedeutet nicht einen Rückzug aus der Welt, bei dem man sich seiner Verantwortung und Pflichten als Kalif*in (Statthalter*in Gottes auf Erden) entledigt und nur noch an sich selbst denkt beziehungsweise sich nur noch mit sich selbst beschäftigt. Es bedeutet, innezuhalten, über sich und die Welt zu reflektieren, Maß zu halten und Haltung zu zeigen. Es fordert Selbstdisziplin – auch im Denken. Und die Bereitschaft zur Selbstkritik.

In Zeiten, in denen einfache Antworten und klare Lager Konjunktur haben, braucht es Differenzierung. Unser Glaube darf uns nicht in unkritische Abwehr oder Rechtfertigung treiben. Er soll uns stärken, Verantwortung zu übernehmen – für unsere Worte, für unser Miteinander, für unseren Beitrag in dieser Gesellschaft.

Möge dieser Ramadan uns helfen, unseren inneren Kompass auszurichten. Möge er uns Geduld, Klarheit und Zuversicht schenken. Und möge er uns darin bestärken, unseren Glauben als Quelle von Mitmenschlichkeit und Orientierung zu leben.

„Wahrlich, im Gedenken Gottes finden die Herzen Ruhe.“ (Sure 13, Vers 28)

Wir wünschen euch und eurem Umfeld einen gesegneten Ramadan.

DER VORSTAND, 18.02.2026

Pressemitteilung zum neu gegründeten Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung des Bundesministeriums des Innern

Die durch das Bundesministerium des Innern (BMI) kürzlich verkündete Auflösung der bisherigen „Task Force Islamismusprävention“ und deren Ersetzung durch einen personell neu besetzten „Beraterkreis Islamismusprävention und Islamismusbekämpfung“ hat für Kritik und Kontroversen in der Öffentlichkeit gesorgt.

Der Liberal-Islamische Bund (LIB) positioniert sich in dieser Sache wie folgt:

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