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Autor: LIB e.V.-Redaktion

Erstes Iftar der Hessischen Landesregierung

Ein historischer Tag: Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes Hessen veranstaltete die Hessische Landesregierung am 10. März einen Iftar-Empfang für die hessischen Muslim*innen.

Der stellvertretende Ministerpräsident sowie Wirtschaftsminister des Landes Hessen, Kaweh Mansoori, lud zusammen mit der hessischen Sozial- und Integrationsministerin Heike Hofmann Vertreter*innen der hessischen Religionsgemeinschaften, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und sonstiger Zivilgesellschaft in das Landeshaus in Wiesbaden ein. Zu den eingeladenen Vertreter*innen der hessischen Religionsgemeinschaften zählten neben Vertreter*innen muslimischer Organisationen u.a. auch solche christlicher Kirchen sowie jüdischer Organisationen.

Sowohl Staatsminister Mansoori als auch Staatsministerin Hofmann betonten, dass muslimisches Leben ein Teil der Vielfalt Hessens und Deutschlands sei und der Iftar-Empfang ein Ausdruck der Beheimatung und Wertschätzung dessen sei. In Zeiten der Polarisierung bedürfe es der Räume der Begegnung und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

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Iftar 2026 der Ahmadiyya Muslim Jamaat Frankfurt

Am 9. März lud die Frankfurter Gemeinde der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) Vertreter*innen der Frankfurter Politik, Verwaltung, Religionsgemeinschaften und sonstiger Zivilgesellschaft zu einem Iftar-Empfang ein, an dem auch Waqar Tariq, Mitglied des LIB-Bundesvorstands und Koordinator der Frankfurter LIB-Gemeinde, teilnahm. Zum Programm des Iftar-Empfangs gehörte u.a. eine Ausstellung über die Geschichte des Islams in Deutschland sowie der AMJ und eine Führung durch das AMJ-Fernsehstudio (Muslim Television Ahmadiyya, MTA).

Waqar Tariq erklärte:

„Ich danke der AMJ für die freundliche Einladung und für die Gastfreundschaft. Der Abend bot Raum für Begegnung und Austausch.

Viele Ahmadis, beziehungsweise ihre Vorfahren, sind vor staatlich sanktionierter religiöser Diskriminierung und Verfolgung aus ihren Heimatländern geflohen. Es ist begrüßenswert, dass sie hierzulande ihren Glauben auf Grundlage unserer Verfassung frei ausüben können und nicht staatlicher Repression ausgesetzt sind.

Dies sollte uns den Wert von Glaubensfreiheit als Grund- beziehungsweise Menschenrecht im Besonderen sowie von Rechtsstaatlichkeit im Allgemeinen in Erinnerung rufen. Grundrechte werden vom Staat nicht gewährt, sondern gewährleistet. Sie sind kein Gnadenakt des Staates, sondern dessen Verpflichtung. Denn Grundrechte sind Ausfluss der dem Menschen kraft seines Menschseins inhärenten vorstaatlichen Menschenwürde. Die Idee des liberalen Rechtsstaates ist heute weltweit durch autoritäre, nicht selten religiös-identitär angereicherte nationalistische oder transnationalistische Bewegungen wie MAGA, Hindutva, Muslimbruderschaft et cetera bedroht.

Halten wir an der Idee des liberalen und religiös-weltanschaulich neutralen Rechtsstaates unerschütterlich fest – nur ein solcher vermag die Glaubensfreiheit effektiv zu schützen und ein Leben in Freiheit und Würde zu ermöglichen.“

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Internationaler Frauentag 2026

Heute ist der Internationale Frauentag. Noch immer sind Frauen nicht gleichberechtigt. Vielmehr nimmt Frauenhass weltweit zu und wird wieder salonfähig.

Frauenrechte bleiben ein zentrales Anliegen des Liberal-Islamischen Bundes und wir werden uns weiterhin mit Nachdruck für die volle Gleichberechtigung von Frauen nicht zuletzt in der muslimischen Community einsetzen, auch mit Blick auf religiöse Funktionen, wie etwa der Imamatsfunktion.

Ein Gott, dessen Wesensmerkmal Gerechtigkeit ist, diskriminiert nicht.

„Sag: Mein Herr hat befohlen, Gerechtigkeit zu üben (…).“ (Koran 7:29)

„Gott liebt die, die Gerechtigkeit üben.“ (Koran 49:9)

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unser theologisches Positionspapier „Frauen als Vorbeterinnen“: https://lib-ev.de/wp-content/uploads/Frauen-als-Vorbeterinnen.pdf

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