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Ramadan-Grußwort 2026

Ramadan ist ein Monat der Besinnung. In diesem Jahr fällt sie vielen von uns nicht leicht. Die gesellschaftlichen Debatten sind angespannt, der Ton ist rauer geworden. Auch im persönlichen Umfeld spüren wir Verunsicherung und Zukunftssorgen.

Gleichzeitig erreichen uns täglich Bilder von Gewalt und Leid aus verschiedenen Teilen der Welt – oft verbunden mit dem Namen unserer Religion. Das beschäftigt uns. Es fordert uns heraus – politisch wie spirituell.

Gerade deshalb kann Ramadan für uns mehr sein als eine Zeit des Verzichts. Fasten bedeutet nicht einen Rückzug aus der Welt, bei dem man sich seiner Verantwortung und Pflichten als Kalif*in (Statthalter*in Gottes auf Erden) entledigt und nur noch an sich selbst denkt beziehungsweise sich nur noch mit sich selbst beschäftigt. Es bedeutet, innezuhalten, über sich und die Welt zu reflektieren, Maß zu halten und Haltung zu zeigen. Es fordert Selbstdisziplin – auch im Denken. Und die Bereitschaft zur Selbstkritik.

In Zeiten, in denen einfache Antworten und klare Lager Konjunktur haben, braucht es Differenzierung. Unser Glaube darf uns nicht in unkritische Abwehr oder Rechtfertigung treiben. Er soll uns stärken, Verantwortung zu übernehmen – für unsere Worte, für unser Miteinander, für unseren Beitrag in dieser Gesellschaft.

Möge dieser Ramadan uns helfen, unseren inneren Kompass auszurichten. Möge er uns Geduld, Klarheit und Zuversicht schenken. Und möge er uns darin bestärken, unseren Glauben als Quelle von Mitmenschlichkeit und Orientierung zu leben.

„Wahrlich, im Gedenken Gottes finden die Herzen Ruhe.“ (Sure 13, Vers 28)

Wir wünschen euch und eurem Umfeld einen gesegneten Ramadan.

DER VORSTAND, 18.02.2026

Anschlag auf Chanukka-Fest in Sydney (Bondi Beach)

Wir sind in tiefer Trauer über den gestrigen entsetzlichen Anschlag auf das Chanukka-Lichterfest feiernde jüdische Menschen in Sydney (Bondi Beach), Australien, bei dem 15 Menschen erschossen und mindestens 40 verletzt wurden. Die Tat ist auf das Schärfste zu verurteilen.

Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei der jüdischen Gemeinschaft, mit der wir uns solidarisieren. Wir stehen an ihrer Seite und hoffen, dass ihre physischen bzw. emotionalen Wunden bald heilen mögen.

Zudem hoffen wir, dass der überlebende Täter den rechtsstaatlichen Konsequenzen der Tat bald zugeführt wird. Die Heldentat des Passanten Ahmed Al Ahmed, der mutig und unter Lebensgefahr eingriff und den Täter entwaffnete, wiederum ist eine Inspiration für Zivilcourage und ein Lichtblick in diesen dunklen Tagen.

Grußwort zum Opferfest 2025

Bi-smi llāhi r-rahmāni r-rahīm

Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes

Liebe LIB-Mitglieder,

liebe Freund*innen,

as-salāmu ʿalaikum, Friede sei mit euch.

Wir wünschen euch ein gesegnetes ʿĪd ul-Adhā. ʿĪd mubārak!

Das Opferfest ist eine gute Gelegenheit, über das Thema Opfer und Opferbereitschaft zu reflektieren. Es ist eine gute Gelegenheit für jede*n Einzelne*n von uns, in sich zu gehen und zu überlegen, welches Opfer man als Kalif*in, also als Statthalter*in Gottes auf Erden, für eine bessere Welt bringen kann – sei es in finanzieller Hinsicht, z.B. in Form einer Spende für eine gute Sache, sei es als Verwertung der Ressource Zeit für ehrenamtliches Engagement, sei es durch das Einstehen für die Wahrheit, auch wenn dies mit Gegenwind verbunden sein mag, oder sei es in jeglicher sonstiger Hinsicht.

Dabei muss der eigene Beitrag nicht zwingend etwas Großes sein – auch kleine Beiträge können eine wichtige Rolle spielen und große Auswirkungen haben, da auch kleine Beiträge in einem größeren Gesamtgefüge von entscheidender Bedeutung dafür sein können, dass eine Gesamtunternehmung erfolgreich ist.

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