Iftar im Deutschen Bundestag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen

Ein historischer Tag in der deutschen Parlamentsgeschichte: Zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschen Bundestages wurde in der Volksvertretung der muslimische Anteil der Bevölkerung in Form eines Iftar-Empfangs gewürdigt. So wie im Bundestag auch u.a. christliche, jüdische und säkulare Feste und Gedenktage gewürdigt werden, wurde muslimisches Leben als Teil deutscher Normalität in diese Vielfalt integriert.
Auf Initiative von Lamya Kaddor MdB, religionspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, lud die grüne Bundestagsfraktion am 16. März ca. 150 Gäste – neben Muslim*innen auch Menschen anderer Religionen und Nicht-Religiöse – in den Bundestag zu einem Parlamentarischen Abend ein. Nach einem Grußwort der Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann MdB und einer politischen Einführung durch Lamya Kaddor MdB folgten Keynotes von Prof. Dr. Bekim Agai und Prof. Dr. Meltem Kulaçatan zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft von muslimischem Leben in Deutschland. Zudem erhielten die Anwesenden in einem Panel Einblicke aus der Praxis insbesondere zur Arbeit mit muslimischen Jugendlichen und künstlerische Inputs.
Die Veranstaltung war getragen von dem Geist der religionsfreundlichen, kooperativen Neutralität des Grundgesetzes, die sich, auch in öffentlichen Einrichtungen, schützend und fördernd vor die Glaubensfreiheit stellt und diese nicht aus dem öffentlichen Raum verdrängt. In den Worten des Bundesverfassungsgerichts: „Die dem Staat gebotene weltanschaulich-religiöse Neutralität ist … nicht als eine distanzierende im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche zu verstehen, sondern als eine offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung. Art. 4 Abs. 1 und 2 GG gebietet auch im positiven Sinn, den Raum für die aktive Betätigung der Glaubensüberzeugung und die Verwirklichung der autonomen Persönlichkeit auf weltanschaulich-religiösem Gebiet zu sichern.“
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